Botschaften nur sinngemäß verstehen


Mein Liebegeist im Ich Bin bittet alle nach der göttlichen Wahrheit suchenden Menschen, die verschiedenen himmlischen Gesetzesaussagen in jeder göttlichen Botschaft niemals wortwörtlich zu nehmen, denn sie sollen nur im Gesamtsinn verstanden werden und können in einem Lebensbereich ziemlich umfassend oder nur annähernd gelebt werden.

Wer aber glaubt, er müsse meine himmlische Lichtsprache, die über das seelisch-menschliche Bewusstsein des Künders in eingeengter dreidimensionaler Sprache zum Ausdruck kommt, wortwörtlich nehmen, denjenigen bittet mein Liebegeist es sich gut zu überlegen, ob für ihn schon die Zeit reif ist, meine euch frei angebotene himmlische Botschaft zur geistigen Erweiterung zu lesen. Wer jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legt und fälschlich glaubt, ihm einen hohen Stellenwert zu übertragen, anstatt den Gesamtsinn einer himmlischen Botschaft mit seinem seelischen Herzen aufzunehmen, der sollte sich ehrlich fragen, ob es für ihn nicht besser wäre, die himmlischen Liebetröpfchen vorläufig auf die Seite zu legen. Wahrlich, durch die fehlende geistige Reife kommen gottgläubige Menschen leider oft in die gefährliche Lebensphase himmlische Gesetzesaussagen wortwörtlich zu nehmen und dadurch den tiefen Sinn falsch zu verstehen. Das schlimme Ergebnis davon ist, dass sie zu Übereifer bzw. Fanatismus neigen und sich seelisch neu belasten.

Wer keine geistigen Erfahrungen mit seiner Wesensveredelung gesammelt hat, der hat es anfangs schwer das tiefgründige himmlische Wissen aus meiner universellen Herzensquelle richtig einzuordnen. Das kann dazu führen, dass er das himmlische Wissen ohne seelische Herzensrührung liest und es völlig missversteht. Das möchte mein Liebegeist den heimwärts strebenden, herzensguten Menschen ersparen, deshalb bitte und warne ich sie, keine voreiligen geistigen Schritte zu tun.

Wenn ein Mensch noch nicht das geistige Fundament durch selbsterkennende Bemühungen, Überwindung unschöner Fehler und geistige Erfahrungen aufgrund seiner Wesensveredelung aufgebaut hat, dann steht er wahrlich noch vor einem selbst verschlossenen Tor ins höhere geistige Bewusstsein und Erfassungsvermögen, weil ihm der Schlüssel zur Öffnung fehlt bzw. durch himmlisch ferne Lebensweisen abhandengekommen ist. Er wird alles nur aus seinem herzenskühlen Verstand lesen und deshalb können ihm die übermittelten Gottesbotschaften nichts geben, weil in diesem Zustand sein niedrig schwingendes Herz (der Seelen-Lebenskern) kaum in Bewegung kommt. Er kann auf der Gefühlsebene über seine Seele keine freudige Rückmeldung der göttlichen Schwingungen aus der himmlischen Quelle verspüren und wird so lange vor dem verschlossenen Tor in ein lichtvolleres Bewusstsein zu meiner höher schwingenden Herzensliebe stehen und den Schlüssel hierfür suchen, bis es ihm dämmert, dass er seinem scharfen Intellekt nicht mehr den Vorrang geben sollte. Erst wenn der menschliche Verstand durch eine herzliche, demütige Lebensweise von meinem Liebestrom mehr durchstrahlt ist, vermag der Mensch im Oberbewusstsein meine Liebesprache sinngemäß zu verstehen und kann sich auch über die Künder-Botschaften freuen.

Wahrlich, ein gottverbundener Mensch findet den Schlüssel zur Öffnung des seelischen Herzenstores in sich nur dann, wenn er sich für ein feinfühlendes und demütiges Leben aufschließt, das die himmlischen Wesen ohne Selbstdarstellung und in der gerechten Gleichheit leben, und wenn er im Inneren herzlich um den göttlichen Beistand und seine Weisung zur Veredelung bittet. Nur damit besteht für ihn die gute Aussicht und Hoffnung den verlorenen Schlüssel, den er seelisch-menschlich mit himmlisch fernen Lebensspeicherungen in außerhimmlischen Welten überdeckt hat, noch rechtzeitig im irdischen Leben wiederzufinden.

Jedem Rückkehrer in die himmlischen Welten rate ich, der Liebegeist im Ich Bin, sich zu überwinden und Schritt für Schritt nach vorne in die Herrlichkeit der himmlischen Wesen zu gehen, indem er sich täglich selbst erforscht und in den Spiegel der Selbsterkenntnis schaut. Erst dann erahnt er in sich das himmlische Leben, das ihm in Wirklichkeit gar nicht fremd ist, da jede Seele das göttliche Urerbe bzw. die Essenz der Schöpfung in sich trägt.